Helmut-Hentrich-Stiftungspreis 2018 verliehen

Wieder eine Rekordzahl an Einreichungen bei der Helmut-Hentrich-Stiftung: Der Helmut-Hentrich-Stiftungspreis 2018 geht in diesem Jahr an drei Absolventen der Hochschulen UdK Berlin und Leibniz Universität Hannover. Durch die jährlich wachsende Bekanntheit der Stiftung erreicht die Zahl der eingereichten Arbeiten in diesem Jahr einen erneuten Rekord. Zudem wurde der Preis erstmalig an Bachelor-Absolventen vergeben.

Die jeweils mit 5 000 € dotierten Reisestipendien des Stiftungspreises erhalten Luise von Zimmermann und Jonas Illigmann (Universität der Künste Berlin) mit der gemeinsam eingereichten Arbeit „New Density“ und Matti Hänsch (Leibniz Universität Hannover) mit seiner Arbeit „ZEN Palermo“. Eine Anerkennung erhält Matthias Pabst (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg) mit seiner Arbeit „Gasthof am Fluss“.

Stellvertretend für die diesjährige Jury und das Kuratorium der Helmut-Hentrich-Stiftung verliehen die Juryvorsitzende Prof. Barbara Holzer, Entwurfsprofessorin Hochschule Düsseldorf, und Gerhard G. Feldmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter HPP Architekten, bei der Preisverleihung im Düsseldorfer HPP-Hauptsitz die Urkunden an die Preisträger.

Jurysitzung und Begutachtung der eingereichten studentischen Beiträge fanden Anfang Juni statt. Neben der Vorsitzenden Frau Prof. Barbara Holzer bestand die Jury aus Frau Belinda Rukschcio, Bundesstiftung Baukultur, Frau Prof. Kirsten Schemel, Münster School of Architecture, Herrn Boris Schade-Bünsow, Chefredakteur Bauwelt, Herrn Burkhard Fröhlich, damals noch Chefredakteur DBZ Deutsche Bauzeitschrift, und dem HPP-Partner Antonino Vultaggio (ohne Stimmrecht). Sie diskutierten und bewerteten gemeinsam die Entwürfe anhand der eingereichten Unterlagen.

Bisher richtete sich der jährlich ausgelobte Helmut-Hentrich-Stiftungspreis ausschließlich an Master- und Diplomabsolventen. In diesem Jahr wurde er erstmals an Bachelor-Absolventen verliehen, die bis dato eine Regelstudienzeit von drei oder vier Jahren aufweisen. Trotz dieser Änderung blieb die Qualität der eingereichten Arbeiten wie in den Vorjahren sehr hoch. Durchsetzen konnten sich zwei Arbeiten, deren Themen sehr nah an zeitgenössischen Problemstellungen im Städtebau arbeiten. Beide Gewinner-Arbeiten setzen das in sehr unterschiedlichen Maßstäben um: So findet die Arbeit von Luise von Zimmermann und Jonas Illigmann für die heute notwendige Verdichtung der Städte eine zukunftsbejahende Antwort in extrem komponierten Dichte- und Nutzungsvariationen innerhalb nur eines Gebäudes. Die Arbeit von Matti Hänsch zeigt neue Perspektiven für ein ganzes Stadtquartier in Palermo, das zum Symbol einer städtebaulichen Dystopie geworden ist und überschreibt dieses mit einer reaktivierenden, quartiersbelebenden Vision.

2018 wurde der Helmut-Hentrich-Stiftungspreis zum zwölften Mal verliehen. Insbesondere durch die seit 2012 bestehende Kooperation mit den Medienpartnern von DBZ Deutsche Bauzeitschrift und Bauwelt ist der Bekanntheitsgrad der Stiftung im gesamten deutschsprachigen Raum seit Jahren angestiegen.

Über die Stiftung:

2001, kurz vor seinem Tod von Professor Dr. Helmut Hentrich, ins Leben gerufen, verleiht die Stiftung das Stipendium jährlich an Architekturabsolventen nationaler und internationaler Hochschulen. Die Stiftung engagiert sich für die Förderung besonders talentierter Architekturstudenten, „denen der Besuch architektonisch bedeutender Bauwerke durch die Gewährung von Reisestipendien ermöglicht werden soll,“ so Hentrich.

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