Fassadenrelief aus Basalt und Putz
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Zwischen der Limmat und dem Bahnhof von

Dietikon entsteht westlich von Zürich auf einem ehemaligen Industrie­areal ein neues Quartier mit dem Namen Limmatfeld. Der städtebauliche Entwurf von Hans Kollhoff orientiert sich am Vokabular der traditionel-len europäischen Stadt des 19. Jahrhunderts. Insgesamt elf Höfe formen auf 90 000m² rund um den zentralen Rapidplatz eine neue kleine Stadt mit hochwertigem Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum. Als letztes von elf Baufeldern bildet der Limmathof nun den Abschluss des Stadtteils. Zusammen mit einem Wohnhochhaus von huggenbergerfries architekten und einem Alters- und Pflegezentrum von Harry Gugger Studio formt das Wohn- und Geschäftshaus von Max Dudler Architekten ein blockartiges Gebäudeensemble.

Die Architektur des Hauses ist von einem markanten Fassadenrelief geprägt, dessen Schattenwurf mit Oberflächen und Materia-

lien spielt. „Die gedrungene Gebäudekubatur nimmt die Vorstellung eines monolithischen Steins auf, aus dessen Masse die Öffnungen gewissermaßen wie mit dem Meißel geschlagen wurden“ erläutert Max Dudler seine Entwurfsidee. Das Fassadenmotiv der angeschrägten Fensterlaibungen definiert er als Übertragung der Architektur des traditionellen Engadiner Hauses in die heutige Zeit. Die schrägen Fensterlaibungen bilden, je nach dahinterliegender Nutzung, unterschiedl große Fensteröffnungen aus. Die
geschossweise Gliederung der Fassadenflächen durch umlaufende, steinerne Gesimsbänder beruhigt den Rhythmus der Laibun-
gen. Die Fassade ist im Erdgeschoss und im

ersten Stock mit dunklem Mendiger Basalt verkleidet, die darüber liegenden Wohngeschosse wurden mit einer anthrazitfarbenen Putzfassade versehen. In den verputzten Obergeschossen wird das Laibungsmotiv durch zwei unterschiedliche Kornstärken im Putz verstärkt. Die geraden Fassadenflächen sind mit einem Glattputz versehen, der mit seiner feinen Körnung die Tragstruktur des Steinsockels aus Basalt optisch fortführt, während die Laibungen selbst mit grobkörnigem Putz ausgebildet sind.

Das Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses ist der Ladennutzung vorbehalten, in den fünf Obergeschossen erstrecken sich insgesamt 52 Wohnungen sowie ein Attikageschoss. Jeder Wohnung ist eine Loggia vorgelagert, die den Wohnbereich in den Außenraum erweitert.

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