Erweiterung der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg

Mit der Erweiterung der Akademie der Bilden­den Künste in Nürnberg werden erstmals die Studiengänge für freie Kunst und angewandte Kunst mit der Kunstpädagogik an einem Standort vereint. Der Neubau ist eingeschossig und die Gebäudestruktur ist in drei getrennte Pavillons gegliedert, die alle unter einem Dach zusammengefasst sind. Sie bilden eine Schnittstelle zwischen Stadtraum und Kunstakademie. Der mittig angeordnete Kommunikationspavillon ragt teilweise aus dem Akademieareal heraus und wird zum „Kommunikationspavillon“ für Studierende, Künstler und Laien.

Er beinhaltet zentrale, campusübergreifende Funktionen wie Cafeteria, den großen Malsaal, das Bildlager und den Multifunktionssaal. Das Café öffnet sich mit einer großflächigen Eckverglasung zum angrenzenden Stadtraum. Das Café verfügt über eine Bühne und wird somit auch gerne für besondere Anlässe genutzt: Vernissagen, Abendveranstaltungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Film- und künstlerische Vorführungen. Um einen Innenhof gruppieren sich die Ateliers und Werkstätten der Kunstpädagogen nach Klassen getrennt. Die einzelnen Klassen sind als eigenständige Raumeinheiten bestehend aus Malsaal, Büro und Ateliers für Meisterschüler sowie Professor organisiert und über einen außenliegenden Wandelgang mit­ein­an­der verbunden. Dass der Neubau eingeschossig ist, liegt nicht nur an den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit, sondern auch daran, dass er sich bestens in die Landschaft einfügen sollte und ein harmonisches Ensemble mit dem Altbau bildet.

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