Ehrliches Interesse an Architektur

Ulrich Fuchs: Die Anzahl an Initiativbewerbungen wie noch vor einigen Jahren üblich, hat sich deutlich reduziert. Wir arbeiten jedoch intensiv mit Studierenden im Büro zusammen und möchten diese Werksstudenten und -studentinnen in unserem Büro halten. Für uns ist es grundsätzlich nicht entscheidend, ob jemand einen Bachelor- oder Master-Abschluss hat. Die Basis für eine Einstellung ist vor allem das ehrliche Interesse an der Architektur und an den Aufgaben, die auf einen im Job zu kommen.

Markus Wüllner: Haben wir eine Stelle zu besetzen, gibt es erstmal keine Ausschlusskriterien. Wenn die Grundlagen vorhanden sind und es menschlich passt, entwickeln wir gemeinsam alles andere im Team. Je nachdem, wen wir konkret suchen, ist es vorteilhaft, zum Beispiel unsere BIM-Planungssoftware bereits zu kennen. Wir schauen außerdem auf gute Arbeitszeugnisse und lassen uns Arbeitsproben zeigen. Der Blick in die Zeugnisse ist nicht entscheidend.

UF: Wir versuchen allen Kolleginnen und Kollegen eine maximale Flexibilität zu ermöglichen. In einem Gehaltspaket steckt daher nicht allein die Bezahlung, sondern unter anderem ein individuelles Arbeitszeitmodell. Jede Überstunde ist bezahlt – und Überstunden sind nicht mehr der Standard wie früher! Die positive Büroatmosphäre ist ein weiterer Faktor, junge und agile Absolventinnen und Absolventen für uns zu interessieren. Das Büro zeigen wir ihnen im Vorfeld: Es gibt einen Rundgang nach dem Bewerbungsgespräch, bei dem zu sehen ist, wie wir arbeiten. Ein Kicker, unsere Terrasse mit Grill, Teamevents einmal im Quartal und alle zwei Jahre eine mehrtägige Büroreise kommen hinzu.

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