Diskussionsstoff

Vier Versalien, ein hohler Klang: WDVS. Bei Architekten ist sie nicht beliebt, dabei ist die mehrschichtige Thermohaut, wenn sie denn fachgerecht montiert wird, wenn ihre geschichteten Materialien hochwertig und vielleicht sogar sauber hergestellt wurden, wenn sie einen guten Anstrich erhält und regelmäßige Pflege, wenn sie vom Hersteller beim Abriss zurückgenommen und fachgerecht entsorgt wird, wenn sie … und wenn nicht? Scheinbar kommen wir am WDVS nicht vorbei, so jedenfalls Hild und K Architekten. Die haben mit anderen ein Buch gemacht, in welchem für das WDVS gesprochen wird; nüchtern und immer mit dem Hinweis auf Notwendigkeiten: Wenn schon Verpackung, dann auch richtig und gut, so die Grundvoraussetzung.

Einige der Argumente, die die Kollegen Kerstin Molter und Mark Linnemann in ihrem Büchlein „Wärmedämmverbundsystem und das verlorene Ansehen der Architektur“ 2010 gegen das Bauen mit WDVS vorgebracht haben, werden hier widerlegt, manchmal recht überzeugend. Das gelingt allerdings nur, weil sämtliche Argumentation auf dem aber nur scheinbar Unausweichlichen ruht.

Was haben wir von dem Beitrag? Jede Menge Stoff für weitere Diskussionen, denn obwohl ebenfalls eine (allerdings versteckte) Polemik, sind die Gespräche und der Gedankenaustausch lesenswert für eine Weiterentwicklung zeitgenössischer Architektur, die über allen Zeitgeist hinaus Bestand haben muss für die kommenden 50 oder mehr Jahre. Be. K.

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