Deutscher und Österreichischer Fassadenpreis

Wo wird Farbgestaltung architektonisch und eben nicht nur dekorativ eingesetzt? Nach solchen Objekten sucht die Jury des Fassaden­preises. Im aktuellen Wettbewerbsjahr 2014 wurde sie gleich 20 Mal unter fast 400 Einreichungen fündig. Die Preisträger aus Deutschland und Österreich feierten ihren Wettbe-werbserfolg am 10. September 2014 auf Gut Havichhorst bei Münster. Michael Thompson, Mitglied der Geschäftsleitung von Brillux, überreichte im Jahr des 125. Jubiläums des Münsteraner Unternehmens mit insgesamt 23.255 € die bislang höchste Preisgeldsumme der Wettbewerbsgeschichte.
Weniger ist mehr: Auf diesen Nenner lassen sich die völlig unterschiedlichen Fassadenfarbkonzepte bringen, die es bei der 23. Ausschreibung des Deutschen und der ersten Ausschreibung des Österreichischen Fassadenpreises auf die Gewinnerränge geschafft haben. Die Jury war wie immer besetzt mit zwölf Fachleuten aus Architektur, Farbdesign, Malerhandwerk und Fachpresse (u. a. Prof. Julia B. Bolles-Wilson, Prof. Jürgen Werner Braun, Prof. Thomas Kesseler sowie Burkhard Fröhlich, Chefredakteur der DBZ).

Wie hochkarätig und eng es in diesem Jahr im Preisträgerfeld zuging, zeigt der „Medaillenspiegel“ des von Brillux ausgelobten Wettbewerbs. Der Deutsche Fassadenpreis 2014 sieht fünf 1. Preise, sechs 2. Preise, drei 3. Preise und zwei Anerkennungen jeweils für die Architekten, Bauherren und Handwerksbetriebe vor. Ausgezeichnet wurden Gestaltungsleistungen vom bayerischen Traunstein bis nach Hamburg, von Bottrop bis nach Berlin. Zwei Sonderpreise für künstlerische und designbetonte Fassadengestaltungen gingen nach Trier und Stuttgart.

Der erstmalig verliehene Österreichische Fassadenpreis startete mit einem 1. und einem 2. Preis für stilvolle Metamorphosen von Gebäudehüllen im niederösterreichischen Reichenau und in Wien.

Ausführliche Informationen zu den 20 Objekten finden sich unter der oben angegebenen Adresse im Netz. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die nächste Runde. Auch für den Deutschen und Österreichischen Fassadenpreis 2015 werden dann wieder die Gestaltungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gesucht, die mit Gespür für Architektur und Farbe, für Ästhetik und Funktion im Baujahr 2014 vollendet worden sind. Alle Informationen zu Jurykriterien und Teilnahmebedingungen gibt es online unter www.fassadenpreis.de. Archiviert sind dort auch alle Preisträgerobjekte der letzten 15 Jahre in Fotostrecken und mit vielen Hintergrundinformationen.

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