DAM-Team kuratiert Deutschen Pavillon in Venedigwww.dam-online.de, www.bmub.bund.de

Bereits Ende November 2015 wurde es bekannt gemacht: Auf Empfehlung der Auswahlkommission des offenen Wettbewerbsverfahrens zur Bestimmung des/der Generalkommissar(s)e für den deutschen Beitrag zur Architekturbiennale 2016 in Venedig wurde das Deutsche Architekturmuseum (DAM) ausgewählt. Erstmals wurde damit eine Architekturinstitution ausgewählt und nicht wie bisher ein Architekten-/Künstler-/Designerteam. Das DAM wird in Venedig die Ausstellung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ im Deutschen Pavillon zeigen. Die inhaltliche Verantwortung für den deutschen Beitrag trägt das DAM-Team, bestehend aus dem Generalkommissar und DAM-Direktor Peter Cachola Schmal, dem DAM-
Kurator Oliver Elser und der Projektkoordinatorin Anna Scheuermann. Ausstellung und Katalog gestalten Something Fantastic, Berlin.

Zu den Inhalten der Ausstellung erklärt das Team des DAM: „Die gegenwärtige Flüchtlingslage ist Teil einer großen, weltweiten Migrationsbewegung. [...] Vor welchen Herausforderungen stehen die Städte, in denen die Flüchtlinge und Migranten ankommen? Wo in Deutschland befinden sich bevorzugte ‚Ankunftsstädte‘? Wie werden aus den Neuankömmlingen gesellschaftlich integrierte Bürger? Und welchen Beitrag können Architektur und Städtebau in diesem Prozess leisten?“
In einem „Call for Projects“ hatte das DAM im November nach Bauten gefragt, die derzeit in Deutschland für Flüchtlinge und Migranten umgesetzt werden. Architekten, Kommunen, Unternehmen, aber auch engagierte Flüchtlingsbetreuer haben sich daraufhin gemeldet. Zahlreiche Projekte wurden eingereicht, von der Erstaufnahmeeinrichtung für 800 Personen bis zur Fahrradwerkstatt, die von Flüchtlingen betrieben wird. Die Ergebnisse des „Call for Projects“ sollen bereits Anfang 2016 öffentlich präsentiert werden.

Mit welchen Projekten aus dieser Arbeit, die in Teilen schon im DAM gezeigt wird, das Team in den Pavillon nach Venedig geht, ist noch nicht geklärt. Die Aktualität des Themas jedoch verspricht, dass keine Langeweile aufkommt – und ergiebige Kontroversen vorprogrammiert sind. Be. K.

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