Architektur mit Energie - die Preisträgerwww.enob.info/de/bmwi-preis-2011
Eine gute Adresse für deutsche Baukultur und Energieeffizienz Made in Germany, urteilte die Jury. Der Standort Madrid prägt das Architekturkonzept: Aufständerung des Gebäudes und überdachte Außenräume mindern die sommerlichen Wärmelasten. Der Primärenergiebedarf wird zu 39% aus Wärmerückgewinnung, Geothermie und BHKWs gedeckt.
Die kompakten Baukörper der Elbarkaden auf einem stadtbalkonartigen Sockel werden aus vorgefertigten Bauteilen in Passivhausstandard errichtet. Speichermassen dienen zur Nachtauskühlung, Erdsondensysteme zur Serverraumkühlung und Solaranlagen und Windkrafträder auf dem Dach decken den Primärenergiebedarf zu 23 %. Ein zweijähriges Monitoring ist Bestandteil der Bauaufgabe.
Durch ein Haus-in-Haus-Konzept mit drei unterschiedlich temperierten Zonen gelingt die Synergie von Denkmalschutz und Energieeffizienz. Adiabate Kühlung und Grundwassertemperierung der Raumluft sind Beispiele des Energiekonzepts.
Mit einer Hybridkonstruktion aus Stahlbetontragwerk und vorgehängter Holztafelbauweise wird Passivhausqualität erreicht. Nachhaltige Baustoffe und ein Biogas BHKW sorgen für geringen Ressourcenverbrauch. 39% des Primärenergiebedarfs werden durch den erzeugten Strom ausgeglichen.
Zur energetischen Sanierung eines Verwaltungsgebäudes wird aus der gezielten Nutzung von Umweltenergien die gestalterische Qualität des Gebäudes aufgewertet. Eine hochwertig gedämmte Doppelfassade gehört zum Kern des Entwurfs. Mehr zu dem Projekt finden Sie auf Seite 62.
Zentrales Merkmal dieser Arbeit ist die solare Nutzung der transparenten Fassadenflächen und die Integration von Photovoltaik in Dach und Fassade. Das Konzept zeigt das Potential für energieoptimierte Wohngebäude im städtischen Kontext.
