Menschen: Claudia Perren, Hadi Teherani, Luigi Snozzi und Georg Heinrichs

Noch immer vakant: die Direktorenstelle am Bauhaus Dessau. Kurz nach Beginn ihrer zweiten Amtszeit hatte Claudia Perren ihren vorzeitigen Abschied zum 1. August 2020 angekündigt; sie ist aktuell die neue Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Nachdem die erste Bewerbungsrunde mangels geeigneter Kandidat-Innen gescheitert war, gab es Ende 2020 eine neue Stellenausschreibung, in der die Ansprüche an den oder die Nachfolgerin deutlich weniger anspruchsvoll formuliert waren. Eine einschlägige Promotion bleibt Voraussetzung, „weibliche Persönlichkeiten“ haben bessere Chancen, so die Stiftung.

Der Architekt und Designer Hadi Teherani erhielt Ende 2020 das Verdienstkreuz am Bande. Er habe, so der Bund, in den vergangenen Jahrzehnten viele Städte Deutschlands gestalterisch mitgeprägt.

Gestorben ist der Schweizer Architekt Luigi Snozzi am 29. Dezember 2020 im Alter von 88 Jahren in Minusio im Kanton Tessin. Geboren am 29. Juli 1932 in Mendrisio war Snozzi
u. a. Mitglied der Akademie der Künste seit 1994. Als Lehrer an seiner Hochschule, der ETH Zürich, aber auch der Universität Genf, der EPF in Lausanne, an der Universität Triest, war Snozzi bekannt für seine innovativen, mit der Region verwurzelten Bauten und teils bewundert wie gefürchtet für sein sehr eigenwilliges Denken. Vielzitierte Motti von ihm sind: „Baust Du einen Weg, ein Haus, ein Quartier, dann denke an die Stadt!“ und „Es gibt nichts zu erfinden, alles ist wiederzuerfinden“.

Ebenfalls von uns gegangen ist der Berliner Architekt Georg Heinrichs am 20. Dezember 2020. Der am 10. Juni 1926 in Berlin Geborene hat in seiner Heimatstadt eine große Zahl besonderer wie alltäglicher Bauten hinterlassen, darunter das Einkaufszentrum „Forum Steglitz“, Mixed-Use „Opernviertel“, einen Block im Märkischen Viertel oder die über einer Autobahn gebaute, „Schlange“ genannte Wohnbebauung Schlangenbader Straße.

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