Konstruktivismus für die taz

E2A gewinnen Wettbewerb für den taz Neubau

Die taz zieht um! 2017 wird das Gebäude nach dem Entwurf des Züricher Architekturbüros E2A aller Voraussicht nach fertig gestellt sein. Die Architekten Piet Eckert und Wim Eckert, die sich gegen 310 Mitbewerber in einem 2014 ausgelobten, nicht offenen Wettbewerb durchsetzen konnten, sehen für das neue Hauptquartier der taz ein kompaktes Volumen vor, das mit seinem außen liegenden Tragwerk stark an den Konstruktivismus erinnert. „Ein System ohne Hierarchie“, wie die Architekten es selbst nennen, „in dem jedes Element die gleiche Wichtigkeit hat“, so transportieren die Architekten die innere Organisation nach außen und transformieren sie in ein sichtbares Zeichen. Das Tragwerk ermöglicht in den Grundrissen eine große Flexibilität. Auf zusätzliche aussteifende Strukturen konnten die Architekten daher verzichten. 13 m werden in den Geschossen frei überspannt.

Im Grundriss asymmetrisch H-förmig, sehen die Architekten ruhigere und lebendigere Bereiche vor, die von einer Treppe mit zentralen Besprechungsräumen und informellen Treffpunkten verbunden werden. So reagieren die Architekten auf unterschiedliche Bedürfnisse. Entlang der Brandwand entsteht ein schlanker Büroflügel, der mit kleineren Räumen konzentriertes Arbeiten ermöglicht. Der zweite, größere Flügel fördert als  Ateliergeschoss und großflächige Denkwerkstatt die Kommunikation und den Austausch zwischen den Ressorts.

Zwei öffentliche Raumprogramme umschließen die Redaktionsräume in den ersten bis fünften Geschossen. Im Erdgeschoss öffnet sich das Gebäude zum Park und zur Friedrichstrasse hin mit dem taz.café. Die Räume sind teilweise zweigeschossig, um sie für Kulturanlässe, Fernsehübertragungen und Theatervorführungen nutzen zu können. Im obersten Geschoss ist das taz.panorama geplant. Ein überhöhtes Dachgeschoss vereint Text- und Bildarchiv der taz, den Serverraum, die Büchersammlung und einen weiteren Besprechungsraum.

Mit dem Umzug der taz in die Friedrichstraße, werden alle Mitarbeiter wieder unter einem Dach vereint sein. Gleichzeitig wird mit dem Gebäude das Medienquartier am Besselpark erschlossen. 


Weitere Informationen: E2A


Vom 05. bis zum 17. September 2014 werden die Wettbewerbsarbeiten in der Forum Factory gezeigt

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