Allgäuer Baufachkongress 2010

Nachhaltigkeit, Energie, Modernisierung, Vermarktung: das sind die Schwerpunktthemen des Allgäuer Baufachkongresses 2010, der von Mittwoch, 20. bis Freitag, 22. Januar in Oberstdorf stattfindet.

Energieressourcen schonen und Emissionen reduzieren, das sind wohl die wichtigsten Aufgaben jetzt und für die Zukunft für alle am Bau Beteiligten. Denn rund ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland gehen allein auf das Konto von Gebäuden; im gleichen Maße gilt dies für CO2-Emissionen, Abfallaufkommen etc. Angesichts von Klimaschutzzielen und Ressourcenverknappung sind nachhaltige, energieeffiziente, umweltfreundliche und ressourcensparende Gebäude die richtige Antwort. Nachhaltiges Bauen stellt einerseits eine hohe Qualität und Werthaltigkeit von Gebäuden sicher und berücksichtigt andererseits vorsorgend künftige Entwicklungen. Unser Problem aber ist der Gebäudebestand, denn in Deutschland haben über 70% der bestehenden ca. 19,5 Millionen Wohngebäude und „wohnähnlichen Nichtwohngebäude“ (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) Altbaustandards mit sehr hohem Energiebedarf für Raumheizung und Warmwasserbereitung, was etwa einem Drittel des  Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland entspricht. Der Neubau mit seinen derzeit lediglich knapp 90.000 Wohneinheiten/Jahr spielt somit eher eine unbedeutende  Rolle.
 
Für die Themen des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz, Zertifizierungen von Gebäuden und vieles mehr stehen am ersten Tag des Kongresses namhafte Referenten zur Verfügung: Prof. Dr. Dr. Radermacher, Hans-Dieter Hegner, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Prof. Dr. Fisch von der TU Braunschweig und Prof. Braum, Bundesstiftung Baukultur. Sie alle stellen ihre Sichtweise vor und diskutieren abschließend gemeinsam in einer Podiumsdiskussion das Thema Nachhaltigkeit.
 
Auch am zweiten Kongresstag wird das Thema Nachhaltigkeit thematisiert und diskutiert: u. a. mit Prof. Manfred Hegger von der TU Darmstadt, dem es mit den Studententeam zum zweiten Mal in Folge gelungen ist, nach 2007 den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon, den solaren Zehnkampf gegen 20 studentische Teams zu gewinnen. Prof. Hegger wird u.a. die energetischen Ansätze des „Plusenergiehaus“ vorstellen.

Ein weiteres wichtiges Thema für die Baubranche wird auf dem Kongress thematisiert: Marktpotential modernisierungswilliger Bauherr. Es ist derzeit festzustellen, dass es immer mehr modernisierungswillige Bauherren gibt, die ihre Bestandsimmobilie energieeffizient modernisieren, sanieren und umbauen wollen. Wie aber sollte aus der Sicht des Bauherrn eine bedarfsgerechte Abwicklung einer energetischen Modernisierung aussehen? Was erwartet der Bauherr von allen am Bau Beteiligten? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wer ist verantwortlich? Wer berät den Bauherren mit welchem Ziel? Wie sieht das in der Praxis aus? Viele Fragen, die führende Vertreter aus Handel, Handwerk, Architektur und Industrie in Statements und einer Podiumsdiskussion am zweiten Kongresstag beantworten.
 
Weitere Themen, die auf dem Allgäuer Baukongress behandelt werden sind u. a.: Typische Schwachstellen bei WDVS, Algen, Pilze und Schimmel auf Wandoberflächen, Innendämmung, Bauschäden aus Sicht des Juristen, Luftdichtheit von Gebäuden, Brandschutz im Baudenkmal und Bestand, Mangel, Fehler, Schaden, Nachtragsfreies Ausschreiben! Geht das? Nachhaltiges Planen und Bauen, neue Aufgaben und neue Herausforderungen und viele andere mehr.

Der Baufachkongress ist als Fortbildungsveranstaltungen der Architektenkammern anerkannt.
Informationen zu den Vorträgen, Konditionen, Reservierungs- und Anreisemöglichkeiten unter www.baufachkongress.com oder telefonisch unter Tel.: 08324/921-371 /-373.

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