Türangel zum Mittelmeer
Herkules-Türme, Cádiz/E-
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Die Zweiteilung der Torres de Hercules steht für...
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Das Foyer symbolisiert die Meerenge und dessen...
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Die Brücken zwischen den Gebäuden wirken wie Stege...
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Das Betonfachwerk reicht noch zwei Geschosse höher...
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Das Treppenhaus ist mit Aluprofilen verkleidet
Fotos (7): Roland Halbe, Stuttgart
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In den Innenräumen zeigt sich die verschattende...
Foto: Roland Halbe, Stuttgart
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Eingangsebene, M 1 : 600
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Schnitt AA, M 1 : 750
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Detailschnitt Loggia, M 1 : 40
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Detail Fassade Treppe, M 1 : 75
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Detail C, Fensterfusspunkt, M 1 : 15
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Detail D, Fenster Treppe, M 1 : 15
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CV Rafael de La-Hoz Castanys
Rafael de La-Hoz Castanys wurde 1955 in Córdoba geboren. Er absolvierte...
Im spanischen Los Barrios, in der Bucht von Gibraltar, ist ein Twin-Tower-Ensemble mit Blick auf den Felsen entstanden. Entgegen der gängigen Bau-Praxis für Hochhäuser besitzt das Paar eine Fassade aus Betonfachwerk.
Schon in der Antike war der 426 m hohe Fels von Gibraltar ein so bekannter wie sagenumwobener Ort. Die alten Griechen bezeichneten diese Erhebung als Herkulessäule. Das Pendant ist der rund 25 km südlich und entsprechend in Marokko gelegene Berg Musa. Gut sichtbar für Seefahrer bilden beide zusammen das Tor zum Mittelmeer.
Nichts ist größer
Nähert man sich den beiden 100 m hohen Türmen – 125 m mit Fernsehantenne – stellt man überrascht fest, dass die vermeintlichen Bauten nur ein einziges Gebäudeensemble darstellen. Zudem besitzen sie nicht die übliche Stahl-Glashaut, sondern eine Fassade aus Betonfachwerk. Tatsächlich sind diese Betonstreben Teile überdimensionaler Buchstaben, die sich horizontal zu drei Worten verbinden lassen: „Non plus ultra“ – Nichts ist größer.
Nachhaltigkeit
Die massive Ausführung der runden Fassade hat nicht nur statische Vorteile. Sie dient zudem als Puffer gegen das südspanische Klima. So lässt sich der Leistungsbedarf für die Haustechnik deutlich senken. Die glasreduzierte Außenhaut vermindert die direkte Sonneneinstrahlung in die 20 Gebäudeetagen. Dazu war der Einbau von individuell zu öffnenden Fenstern möglich. Begünstigt durch die milde Küsten-lage und die Gebäudehöhe ist eine natürliche Belüftung nicht nur machbar, sie ist die bevorzugte Wahl, denn auch die Klimaanlage lässt sich büroweise regeln. Bei den Außenflächen hat man darauf geachtet, kaum Fläche zu versiegeln. Asphalt wurde ganz vermieden, die Parkplätze erhielten Rasengittersteine.
Konstruktion
Errichtet wurde das Turmpaar aus Ortbeton mittels Gleitschalung, wobei man geschossweise vorgegangen ist. Verarbeitet wurde ein sandfarbener Beton mit schmutzabweisender Oberfläche. Jeweils eine halbe Buchstabenhöhe ist ein Betonierabschnitt. Die in der Fassade überwiegenden Aussparungen wurden durch gewölbte und entsprechend geschnittene Polystyrol-Blöcke definiert. Da die Statik der Turmhälften weitgehend durch das Betongitter sicher gestellt ist, mussten die einzelnen Streben stark bewehrt werden. Aufgrund der Küstennähe war es obendrein unumgänglich, rostfreien Stahl gemäß AISI 316 zu verwenden. Eine technische Neuentwicklung bei dem Bau ist die besondere Galvanisierung der Tür- und Fensterprofile. Sie erfolg-te ähnlich einer Lackierung, so konnte die gewünschte Farbe vorgegeben werden.
Fazit
Die Sichtbeziehungen zwischen der auf dem Felsmassiv gelegenen Kolonialstadt und den Türmen sind wechselseitig. Von den jeweiligen Standorten dominieren beide das Panorama. Wenn also die Halbinsel Gibraltar und der Berg Musa das Tor zum Mittelmeer bilden, kann man zu Recht behaupten, dass die Herkulestürme deren Türangel sind. Robert Mehl, Aachen
















