Testify! The Consequences of Architecture
Eine Ausstellung des Netherlands Architecture Institute (NAi) im DAZ-
Buntes Favela in Rio de Janairo
Foto: Stichting Firmeza
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Buntes Favela in Rio de Janairo
Foto: Stichting Firmeza
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Bridge School, Fujian: Li Xiaodong Atelier
Foto: Li Xiaodong
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Bridge School, Fujian: Li Xiaodong Atelier
Foto: Li Xiaodong
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Eichbaumoper, Mülheim/Ruhr: raumlaborberlin
Foto: Rainer Schlautmann
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Eichbaumoper, Mülheim/Ruhr: raumlaborberlin
Foto: Andreas Krauth
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Inkwenkwezi Secondary School, Cape Town: Noero...
Foto: Dave Southwood, Iwan Baan
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Inkwenkwezi Secondary School, Cape Town: Noero...
Foto: Dave Southwood, Iwan Baan
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Old Market Library, Bangkok: TYIN Tegnestue mit...
Foto: Pasi Aalto
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Old Market Library, Bangkok: TYIN Tegnestue mit...
Foto: Pasi Aalto
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Open Air Library, Magdeburg: karo*mit...
Foto: Thomas Völkel
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Open Air Library, Magdeburg: karo*mit...
Foto: Thomas Völkel
Eine Skateboardschule in Kabul, ein Freiluft-Kino in Jenin, Fassadenmalereien in den Favelas von Rio de Janeiro und ein Garten in Paris – welche Auswirkungen haben solche sozial engagierten Projekte auf das Leben der Menschen, die sie nutzen? Die Ausstellung „Testify! The Consequences of Architecture“ zeigt eine Auswahl von Projekten, die mit gestalterischen Mitteln die sozialen, ökonomischen und ökologischen Umstände zu verbessern versuchen. Ein Nachfragen bei den Betroffenen der verschiedenen Eingriffe soll klären, inwiefern dieser Anspruch tatsächlich eingelöst werden kann.
„Testify!“ nutzt dazu eine für Architekturausstellungen ungewöhnliche Perspektive. Statt Architektur vom distanzierten Standpunkt des Architekten zu betrachten, wird der Zugang zu den einzelnen Projekten über persönliche Geschichten und individuelle Erfahrungen eröffnet: Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen stets die Nutzer, Bewohner und Bauherren der Projekte, die im architektonischen Diskurs oftmals überhört und in Ausstellungen oder Publikationen ausgeblendet werden. So kommen neben den Architekten auch Bauarbeiter, Schüler, Journalisten, Fotografen, Wissenschaftler und Politiker zu Wort, die den “Alltag“, die Konsequenzen der Architektur kritisch bewerten. Dem Ansatz der von Lukas Feireiss für das Netherlands Architecture Institute (NAi) in Rotterdam konzipierten Ausstellung, dem Nutzer ein Gesicht und eine Stimme zu geben, folgt auch die mit dem Berliner Architekturbüro nOffice entwickelte Ausstellungsgestaltung, die alle Projekte mit Fotos und Interviewauszügen ihrer Nutzer umrahmt.
Die vorgestellten Projekte zeigen alternative Herangehensweisen von Architekten, Stadtplanern und anderen Akteuren der Stadt zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Sie reichen von baulich realisierten Begegnungsorten wie der Stadtteil-Bibliothek “Lesezeichen” in Magdeburg (KARO* und Architektur+Netzwerk) über die großflächige Fassadenbemalung des niederländischen Künstlerduos Haas&Hahn in Rio de Janeiro bis hin zu experimentellen Installationen interdisziplinärer Think-Tanks. Alle Projekte verbindet eine starke Prägung durch die räumlichen und sozialen Bedingungen ihrer Umgebung sowie ein Verständnis von Architektur als transformativer Kraft zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen unserer Zeit. Sie sind gekennzeichnet von einem flexiblen, integrativen und ganzheitlichen Planungs- und Gestaltungsprozess und öffnen sich einer unvoreingenommenen Bewertung durch die Nutzer.
„Testify!“ war von Juli bis November 2011 zur Wiedereröffnung des Netherlands Architecture Institute (NAi) in Rotterdam zu sehen. Mit dieser inspirierenden Bandbreite aktueller, internationaler Beiträge wird im DAZ in Berlin eine Plattform für den Austausch über die globalen Herausforderungen einer lebenswert gestalteten Umwelt präsentiert, um zukünftige Handlungen aus der Überprüfung realisierter Projekte zu generieren. „Testify!“ regt Architekten an, von ihren eigenen Gebäuden zu lernen, die im Laufe der Zeit durch ihre Nutzer in einem evolutionären Prozess transformiert werden.
















