Tempelhof Ausstellung mit Fotos von Maximilian Meisse vom 4. März bis 10. Mai 2011, München

Die Henn Galerie zeigt im März die fotografisch-künstlerische Dokumentation Tempelhof des Berliner Fotografen Maximilian Meisse. Die Arbeit ist nach der endgültigen Schließung des Flughafens im August 2008 erstmals wieder in einer Ausstellung zu sehen. Die Bilder, die im Zeitraum 2006–2008 entstanden sind, zeigen den Bau von Ernst Sagebiel aus unvertrauter Nahsicht, führen den Betrachter in jahrzehntelang hermetisch abgeriegelte Räume und dekonstruieren die Monumentalität durch die Fokussierung auf das Detail. 

Architektur ganz bei sich selbst – so beschreibt es Ingemar Vollenweider in seinem Einführungstext der Buchpublikation Tempelhof und veranschaulicht damit im Umkehrschluss die Herangehensweise von Maximilian Meisse: Dem Fotografen geht es nicht um den Wiedererkennungswert seiner Autorenschaft, sondern um eine Sichtweise, die unmittelbar aus dem Prozess der Bildgebung resultiert. Für Meisse, der sich selbst als ein „Sammler von Orten“ bezeichnet, liegt das Hauptaugenmerk auf der Transformation des Raumes im Bild. Geläufige Assoziationen, die wir mit den abgebildeten Orten verbinden, werden in Frage gestellt und neu interpretiert.

Die Henn Galerie setzt mit den Bildern von Maximilian Meisse die Reihe raumbezogener Arbeiten fort, die mit der Eröffnungsausstellung von HG Eschs Megacities Anfang 2009 begonnen wurde. Zuletzt war in dieser Reihe die Werkschau Arbeiten 1996–2010 des Berliner Fotografen Gerrit Engel zu sehen.

Veranstaltung: Fotoausstellung mit Fotos von Maximilian Meisse
Ort: Henn Galerie, Augustenstr. 54, 80333 München
Zeit: 4. März bis 10. Mai 2011, Di bis Fr 13–19 Uhr, Sa 10–16 Uhr 
Weitere Informationen: Eröffnung am 3. März, 19 Uhr mit einer Einführung von Hans-Eberhard Hess,
Chefredakteur PHOTO International 
Internet: www.henn.com