Silvio d'Ascia Architecture

Technologie-Center, Paris

Das Technologie-Center am Rande von Paris gehört zu den modernsten Einrichtungen seiner Art und ist auffällig in dem nüchternen Industriegebiet. Der Grundriss erinnert in seiner Form ein wenig an einen überdimensionalen Sicherheitspanzer. "Beim Blick auf das Gebäude muss ich immer an R2-D2 aus Star Wars denken", verrät die Architektin Cristie Blazkowsk vom Architekturbüro Silvio d'Ascia Architectur. "Eine Festung zu entwickeln, die hochtechnologischen Inhalt gut behütet, war der Grundgedanke bei dem Entwurf", erzählt sie. Entstanden ist ein futuristisches Gebäude.

Die komplette Außenhaut ist mit insgesamt 20.000 Aluminiumschindeln überzogen. Blazkowski wollte Tradition und Moderne in Einklang bringen. "Die Tradition findet sich hier in der Fassade wieder, eine Schindelfassade in Form eines Domes, welche traditionell in Paris bei Gebäuden des 19. Jahrhunderts genutzt wurde. Bei unserem Bau ging es um die Neuinterpretation der Gestalt, weg von der eckigen Kiste, hin zu einer zeitgenössischen Formensprache."

Schutz für den wertvollen Inhalt
Die hochwertige Aluminiumfassade wird den Anforderungen des Technologie-Centers voll und ganz gerecht. Sie bietet verlässlichen Schutz für den wertvollen Inhalt. Aluminium ist leicht, stark, haltbar, flexibel und einfach zu recyceln. Aus diesen Gründen inspiriert das Material Architekten, Ingenieure und Künstler gleichermaßen.

Mit Millimeterarbeit zur perfekten Passform
Wer moderne Gebäude mit freien, gewagten Formen plant, steht vor großen Herausforderungen. Phantasievoll gekrümmte Gebäudeflächen sehen gut aus, sind aber kompliziert zu bauen.

Das Resultat ist genauso, wie wir es uns erwartet haben", so Blazkowski. Neun Monate lang hat das Dachdecker-Team auf der Baustelle in minutiöser Kleinstarbeit millimetergenau die Platten angebracht. "Es war eine Herausforderung für alle Beteiligten. Um eine perfekte Passform zu erreichen, war Millimeterarbeit gefragt."

Um die vier Kuppeln an den "Gebäudeecken" zu realisieren, wurde jede einzelne Schindel millimetergenau kalkuliert und zugeschnitten. Ganze 42 Reihen wurden so in der Werkstatt vorbereitet, und jedes Teilstück bekam eine Nummer. Auf der Baustelle wurden die Dach- und Wandschindeln dann laut Plan verlegt. Für die abgerundeten Teile wurden kleinere Formate verwendet, sodass alle Formen realisierbar waren.  

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