Startschuss für mehr serielles Bauen

Ende Juni 2017 gaben das Bundesbauministerium und die Wohnungswirtschaft den Startschuss für mehr serielles Bauen. Gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und der Bauindustrie wolle man neue Wege beschreiten, um den Bau preisgünstiger Wohnungen in hoher Qualität zu beschleunigen. Dazu wurde ein europaweites Ausschreibungsverfahren mit dem Ziel gestartet, eine Rahmenvereinbarung über den Neubau von mehrgeschossigen Wohngebäuden in serieller und modularer Bauweise mit mehreren Bietergemeinschaften aus Planung und Ausführung abzuschließen. Gesucht werden neue, innovative Konzepte des Wohnungsbaus, die „in wenigen Monaten bereits in Deutschlands Städten für zeitgemäßen Wohnraum und eine Marktentlastung sorgen können.“ (Ministerium)
Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer: „Es wird keine neuen Plattenbausiedlungen geben. Die
Architekten und Stadtplaner sehen einen langfristigen Erfolg des
se­riellen Wohnungsbaus zwingend mit integrierten Stadtentwicklungskonzepten verknüpft.“ Es ist beabsichtigt, eines oder mehrere Konzepte aus der Rahmenvereinbarung als Prototypen im Rahmen der IBA Thüringen 2019/2021 zu präsentieren.
Bei dem von den genannten Beteiligten entwickelten Verfahren geht es darum, in der Rahmenvereinbarung effektive Formen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zu entwickeln. Durch die starke Verzahnung von Architekten und Fachplanern, bauausführenden Unternehmen und Wohnungsunternehmen sollen innovative serielle und modulare Lösungen für den Neubau von mehrgeschossigen Wohnbauten entwickelt werden. Teilnahmeberechtigt waren – das Ausschreibungsverfahren lief am 27. Juli 2017 aus – Bieter bzw. Bietergemeinschaften, die sich aus Architekten und bauvorlageberechtigten Ingenieuren, bauausführenden Unternehmen und/oder Wohnungsunternehmen zusammensetzen.
Der Rahmenvertrag wird mehrere Angebote umfassen und basiert auf einer funktionalen Ausschreibung für ein fiktives Grundstück. Er definiert Rahmendaten und Preise für ein Mustergebäude. Die konkrete Beauftragung eines Bauvorhabens erfolgt mittels eines Einzelauftrags. Ziel ist es, Ende des ersten Quartals 2018 die Rahmenvereinbarung mit den Siegern des Verfahrens zu unterschreiben.

Thematisch passende Artikel:

11/2015

DGNB bewertet Gestaltung www.dgnb.de

Von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizierte Projekte haben noch bis zum 26. November die Möglichkeit, sich für eine Pilotphase zur Bewertung der gestalterischen und...

mehr

Was können Fassaden leisten?

17. Deutscher Fassadentag® am 17. Oktober 2017 in Stuttgart

Unter dem Titel „Serielles und modulares Bauen - Was kann die Fassade leisten?“ lädt der Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) zum 17. Deutscher Fassadentag® nach Stuttgart...

mehr

planen-bauen 4.0

Verbände der Planungs-, Bau- und Immobilienwirtschaft gründen gemeinsame Gesellschaft

Führende Verbände und Institutionen aus dem Bereich Planen, Bauen und Betreiben haben am 20. Febraur 2015 die „planen-bauen 4.0 – Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und...

mehr
07/2010

Startschuss Projekt 100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten Jahren erheblich mehr Passivhäuser gebaut und bestehende Gebäude energieeffizient saniert werden. Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben gab...

mehr

Ernst Uhing zum neuen Beisitzer ins Präsidium des BDB gewählt

Der Lüdenscheider Architekt tritt im BDB auf Bundesebene die Nachfolge von Dipl.-Ing. Hartmut Miksch an, der nach fast 20 Jahren als Präsidiumsmitglied sein Amt zurückgegeben hat

Mit überzeugendem Votum der rd. 240 Delegierten des diesjährigen Baumeistertages in Berlin ist am vergangenen Wochenende der Lüdenscheider Architekt BDB Dipl.-Ing. Ernst Uhing zum neuen Beisitzer...

mehr