Niehoff Hauptverwaltung (Werkskantine und Verwaltungsgebäude), Schwabach

Um das wachsende Unternehmen Niehoff auf die Zukunft auszurichten, entwarfen Team Reindl & Partner Architekten einen Masterplan, der in drei Bauabschnitten den kompletten Betrieb an den Schwabacher Stadtrand verlagerte. Während die Hallen und Gebäudeteile für Montage, Grundfertigung, Lager und Entwicklung rein funktional aus unverputzten Betonfertigteilen erstellt wurden, ist die Hauptverwaltung als sechsgeschossiger Büroturm gestaltet. Sein Grundriss bildet ein Bogendreieck, die Fassade besteht also aus gebogenen Flächen, die sich in ovalen Gebäudekanten treffen. Für diese Ecken wurden speziell gefertigte, im Grundriss gekrümmte Klinker verwendet. Ihre Farbe korrespondiert mit den sandfarbenen Produktionshallen. Die individuelle Verfärbung der einzelnen Steine entsteht durch die Zugabe eines Kohlegemischs während des Brennvorgangs. Der Büroturm ist nachhaltig und energieeffizient mit Mineralwolledämmung, erdsondengestützter Betonkernaktivierung und kontrollierter Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Raumhohe Fensteröffnungen mit filigranen, anthrazitfarbenen Rahmen bringen großzügig Licht in die Büroräume. Neben dem Turm ist die Werkskantine entstanden, ein großflächig verglaster Riegel. Beide Gebäude verbindet die Materialität und Farbigkeit des Fassadenklinkers.

Die Gebäudehülle besteht aus GIMA Fassadenklinkern, Steintyp Edolo FK in einer Sondergröße von 450 mm Länge x 115 mm Breite x 40 mm Höhe. Das extreme Langformat, mit Mörteltaschen an den Köpfen, ist stumpf, d. h. ohne Mörtelfuge, gestoßen und mit einer nur ca. 10 mm breiten Lagerfuge ausgeführt – so entsteht die betont horizontale Gliederung der Fassade
 
Girnghuber GmbH
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