Architekten von Gerkan, Marg und Partner

In Nanjing entsteht das bislang höchste gmp-Bauwerk gmp auch für das dritte Baufeld der Nanjing Financial City II beauftragt

Mit 411 m fällt das Gebäude in die Hochhauskategorie der „Superhohen Wolkenkratzer“ des CTBUH, des Council on Tall Buildings and Urban Habitat. Auf dem dritten Bauabschnitt entsteht das bislang höchste Bauwerk der Architekten von Gerkan, Marg und Partner.

Nachdem der Masterplan von gmp im Wettbewerb Anfang letzten Jahres mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, konnte bereits mit der Planung der ersten beiden Baufelder (A und B) begonnen werden. Nun gab es auch für das dritte Baufeld C grünes Licht von den Bauherren. Das Grundstück liegt südwestlich der Innenstadt in Nachbarschaft zum Messegelände und ist das Schlüsselprojekt für die Verbindung zweier städtebaulicher Achsen der Stadterweiterung „Hexi New Town“.
 
Für den Bauplatz der „Nanjing Financial City – Phase II“ sehen die Architekten von gmp ein Ensemble aus fünf Hochhäusern vor. Auf dem 65.000 m2 großen Areal befinden sich Büros und Konferenzräume sowie Serviceapartments und Geschäfte.

Eine städtische Grünachse, die von Norden nach Süden verläuft, teilt das Grundstück in zwei Teile: Die beiden äußeren Felder (A und C) sollen mit Hochhäusern besetzt werden. Der mittlere Bereich (B) wird als begrünter Canyon definiert, der mit seinen Plätzen und Tiefhöfen als integraler Bestandteil der Geschäftszone gilt.
 
Zwei Türme dominieren den Bauabschnitt C: ein 245 m hohes Bürogebäude und ein „Superhoher Wolkenkratzer“, der mit einer Höhe von 411 m städtebaulich einen weithin sichtbaren Orientierungs­punkt setzt.

Auf insgesamt 186.000 m2 glie­dert sich der Turm in fünf Büroeinheiten auf, die jeweils neun Geschosse umfassen. Auf den übrigen 58.000 m2 erstreckt sich darüber ein Fünf-Sterne-Hotel mit 250 Zimmern. In der Spitze befinden sich Besprechungsräume, Bars und Restaurants. In der Eingangslobby des Podiums entstehen Retail-Flächen sowie ein Foyer für zwei Festsäle, die dem Hotel zugeordnet sind.
 
Ein gestaltprägendes Entwurfselement des Wolkenkratzers sind doppelstöckige horizontale Fugen, die Son­derfunktionen wie eine Sky-Lobby und Mitarbeiterrestaurants beherbergen. Die Rückstufungen im Gebäude bieten Platz für Dachterrassen bis in die oberen Stockwerke, die den Leitgedanken des Entwurfes einer „vertikalen Stadt“ mit nutzbaren Außenräumen unterstreichen.

Ähnlich wie das Baufeld A, wird auch das Baufeld C einen tiefliegenden Garten als Zentrum haben, der durch viergeschossige Gebäude flankiert wird. Ein ebenfalls viergeschossiges Podiumsgebäude und der Sockelbau des Hochhauses vervollständigen das städtebauliche Ensemble. Zwischen den Bauten entstehen Gassen und Plätze, die einen fußgängerfreundlichen Stadtraum schaffen werden.