Erweiterung Gutenberg-Museum Mainz

Wer darf bauen?

Erweiterung Gutenberg-Museum Mainz

In Mainz ist der Buchdruck zu Hause. Seit 1962 widmet sich das Gutenberg-Museum seiner Geschichte. Ein Erweiterungsbau soll das Museum in Zukunft ergänzen. Gleichzeitig soll mit dem ausgeschriebenen Wettbewerb die Ausstellungs- und Funktionsflächen neu geordnet werden.

Der Wettbwerb ergab folgendes Ergebnis:

1. Preis: DFZ Architekten, Hamburg

2. Preis: Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt a. M.

3. Preis: Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart

Anerkennung: h4a architekten, Stuttgart

Anerkennung: EM2N, Zürich/CH

Die Architekten des ersten Preises schlugen vor, die Passage und den Verbindungsbau abzureißen, zunächst zu einem Durchgang wird. Ein Bücherturm, der nun das Entrée in das Museum bildet, nimmt in mit seinem Spitzdach, die überformten Dächer des Schellbaus auf. Durch dieselbe Formensprache verbindet sich das Ensemble und wird als eins erkennbar, obwohl sich durch die Neuanordnung eine neue Wegeführung durch das Museum ergibt. Mit den Wegen erreichen die Architekten eine Einbindung in die städtebauliche Struktur. Der Bücherturm setzt einen Akzent zum Platz hin und wird abends illuminiert.

Die Entwürfe der zweiten und dritten Preisträger üben sich in Zurückhaltung. Sie stellen dem Museum einen Neubau an die Flanke, mal offen transparent (Christoph Mäckler), mal geschlossen (Lederer Ragnarsdóttir Oei). Den Entwürfen ist gemein, dass sie das bestehende Ensemble nahezu unangetastet lassen und den Hof in ähnlicher Weise schließen.

Die Jurymitglieder waren:

Prof. Max Dudler, Architekt, Berlin
Prof. Dr. Werner Durth, Architekt, Darmstadt
Prof. Ulrich Elwert, Architekt, Ravensburg
Jürgen Hill, Architekt und Innenarchitekt, Mainz
Prof. Wolfgang Lorch, Architekt, Saarbrücken
Prof. Oskar Spital-Frenking, Architekt, Dortmund
Felix Waechter, Architekt, Darmstadt

Wie das Museum in Zukunft aussehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Ausgang der Vertragsverhandlungen zwischen den Sieger-Büros, der Gebäudewirtschaft Mainz und dem Gutenberg-Museum werden darüber entscheiden. Bis 31. März 2016 werden alle Wettbewerbsentwürfe in einer Ausstellung im Gutenberg-Museum zu sehen sein. S.C.


Weitere Informationen: www.gutenberg-museum.de, www.mainz.de

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