Fließende Raumsequenz
White O House, Marbella, Chile-
Sergio Pirrone Photojournalism Studio
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Es ist eine Realisierung von privater...
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Zum Innenhof hin ist das Gebäude in...
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Beton und Glas sind die vorwiegend verwendeten...
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Stein- und Holzböden ergänzen das auf Reduktion...
Fotos (10): Sergio Pirrone Photojournalism Studio
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Schnitt AA, M 1 : 333 1/3
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Schnitt BB, M 1 : 333 1/3
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Schnitt CC, M 1 : 333 1/3
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Schnitt DD, M 1 : 333 1/3
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Erdgeschoss, M 1 : 333 1/3
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Untergeschoss, M 1 : 333 1/3
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Toyo Ito
Ito wurde 1941 in Korea geboren, studierte bis 1965 Architektur an
der Universität Tokyo. Er...
Das White O House von Toyo Ito ist Teil einer breit angelegten Architektur-und Medienoffensive im chilenischen Ferienort Marbella. Im Rahmen des Projektes Ochoalcubo, das auf mehrere Phasen angelegt ist, wurden preisgekrönte Architekten eingeladen, ihre spezielle Interpretation in Form eines Ferienhauses abzuliefern. Ein einfacher Regelkatalog bildete die Vorgabe und bezog sich dabei auf klar messbare Kenngrößen wie Gebäudeabmessungen, Baukosten pro Flächeneinheit, Materialien und regelte mit streng definierten Sichtlinien die grundlegende Forderung nach einer harmonischen Beziehung mit der umgebenden Natur.
Während in der ersten Bauphase ausschließlich lokale Architekten zum Zug kamen, wurde die zweite Bauphase auch für internationale Architekturbüros geöffnet. Das ambitionierte Ziel von 64 Projekten wurde zwar bislang noch nicht erreicht, ein kurzer Blick auf die realisierten Bauten spricht aber für das Konzept einer auf Qualität orientierten Projektentwicklung. Neben der gelungenen Einbettung der Architekturen in die sanft hügelige, mit Waldhainen durchsetzte Landschaft ist die Konzentration einer Vielzahl von Projekten hoher architektonischer Qualität auch eine klare Standortbestimmung zeitgenössischer Architekturproduktion. Die mediale Resonanz des Projektes Ochoalcubo ist dem kommerziellen Gedanken dahinter eindeutig dienlich und wurde in der Projektentwicklung klar ins Kalkül gezogen.
Toyo Ito greift mit dem White O House ein Konzept auf, das er bereits 1976 in einem anderen Kontext mit dem White U House erprobte. Ito suchte mit dem White U, das im Jahr 1997 in Tokyo-typischer Manier nach gut 20 Jahren abgerissen wurde, vor allem eine Antwort auf die Realisierung von privater Zurückgezogenheit und Erdverbundenheit in einer dichten urbanen Agglomeration. Nach außen hermetisch abgeriegelt, hat sich das White U House ausschließlich über spärlich gesetzte Verglasungen zum kahlen Innenhof geöffnet. Ähnlich den frühen Konzepten Andos, wie dem Sumiyoshi House, stand dabei die vollständige Ausblendung des urbanen Kontextes im Vordergrund. Das Leben der Bewohner spielte sich in einer sequentiellen Abfolge innerhalb der U-Form ab. Durchblicke zu den gegenüber liegenden Seiten überlagern sich mit dem Eindruck des privaten Innenhofes und erzeugen eine introvertierte Stimmung, die trotzdem den Bezug nach Außen thematisiert.
Toyo Ito hat in seinen letzten Projekten immer wieder versucht, den organischen Aspekt in seiner Architektur zu thematisieren. Das Projekt für das Taichung Metropolitan Opera House erscheint in diesem Zusammenhang am radikalsten. Othogonale Ordnungsmuster sind im Projekt völlig aufgebrochen, das Gebäude wird zu einer vollständig dreidimensional geformten organischen Struktur. Ähnliche Konzeptansätze sind an einigen Geschäftsprojekten der letzten Jahre in Tokyo (Tods, Mikimoto) abzulesen. Der Grat zwischen formaler Spielerei und räumlicher Innovation ist dabei ausgesprochen schmal. Aufgrund fehlender konzeptueller Anknüpfungspunkte zum Umfeld bleiben manche Projekte, vor allem im urbanen Kontext, verstörend formal und gänzlich auf sich selbst bezogen.
















