Evangelische Akademie, Frankfurt a. M.

Die Lage ist 1A+, der Adressname „Römer 9“ deutet schon darauf hin: Die Evangelische Akademie in Frankfurt a. M. hat aktuell einen Ort im Herzen der Stadt erhalten. Direkt am Römer, gegenüber dem Historischen Museum von LRO (s. DBZ 08/09|2017), im Schatten der Bankentürme. Ursprünglich schwebte hier, über dem südwestlichen Zugang zum Römerberg, seit dem Ende der 1950er-Jahre ein Brückenbau, der als Gemeindehaus für die Paulsgemeinde genutzt wurde. Weil die schrumpfte nutzte man den Sanierungsstau und tauschte Nutzer und Gebäude aus. Jetzt finden hier statt: Tagungen, Vorträge, Konferenzen, Symposien und Ausstellungen.

Umgebaut wurden der Brückenraum und Anliegendes nach Plänen von Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt. Die zogen den Brückenraum in die Höhe und Breite, wobei sich die Planer an der von außen noch erkennbaren alten Tragstruktur orientierten. Die gläserne Fassade über dem volumetrisch erweiterten Brückenbau ist mit Motiven bedruckt, die sich auf den benachbarten Fassaden wiederfinden. Querlaufende Linien abstrahieren das ebenfalls benachbarte Fachwerk. Im August 2017 wurde der Bau eröffnet, der wie sein Gegenüber beweist, dass es auch anders geht im Herzen Frankfurts, das gerade so rührselig altmodisch sein möchte. Be. K.