Deutsches Vinyl
Unter der Flagge von DLW (Deutsche Linoleum-Werke) stellt Armstrong auch Bodenbeläge aus Vinyl her, was manchem etwas verwirrend erscheint, zumal beide Arten von Bodenbelägen vergleichbare Eigenschaften aufweisen.
Die Vinylböden gibt es als Bahnenware und als Fliesen. Die bei der Verlegung entstehenden Fugen lassen sich unter Verwendung spezieller, farblich angepasster Schweißschnüre verschweißen. Mittels dieser Technik werden bei Bedarf auch die verfügbaren Hohlkehlprofile als Wandanschluss angefügt, so dass der Bodenbelag zu einer dichten „Wanne“ wird.
Das Material ist einschichtig aufgebaut, besteht also durchgehend aus Nutzschicht, was die Lebensdauer positiv beeinflusst. Der Hersteller versieht es zusätzlich mit einer PUR-Oberfläche, die zusätzlichen Schutz gegen mechanische Beanspruchung und Verschmutzung bietet.
Die Bodenbeläge sind sehr widerstandsfähig und deshalb besonders geeignet für stark frequentierte Bereiche. Die Unempfindlichkeit gegenüber Desinfektionsmitteln, Chemikalien und Laugen empfiehlt den Belag außerdem für die Verlegung in Laboren und der Industrie. Vinylböden sind antistatisch, schwach rutschhemmend (R 9 bzw.
R 10), schwer entflammbar und im Brandfall selbst verlöschend. In der Qualität Conductive ist der Boden ableitfähig (Erdableitwiderstand ≤ 106 Ω), was für den Einsatz in OP-Bereichen sowie in elektronisch empfindlichen Räumen verlangt wird. Zusätzlich ist die Qualität ESD erhältlich, die zusätzlich eine Standortisolierung vornimmt. Die Böden werden in zahlreichen Farben und Dessins angeboten.