Der Name ist Programm!
Gymnasium „Kyoto“ in Poitiers/F-
Foto: Nicolas Borel
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Das Projekt wird nun drei Jahre lang...
Foto: Nicolas Borel
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Das Schulgebäude lädt mit einem großzügig...
Foto: Nicolas Borel
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Das Atrium wirkt als thermischer Puffer: Im Sommer...
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Hauptlichtquelle ist das Tageslicht. Das...
Foto: Nicolas Borel
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Im Übungsrestaurant, fällt natürliches Licht durch...
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Der Internats- und Dienstwohnungsbereich
Foto: Nicolas Borel
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Foto: Nicolas Borel
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Alle Betonflächen sind mit Mineralfaser und 6 cm...
Foto: Nicolas Borel
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Lageplan, M 1 : 4 500
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Grundriss Erdgeschoss, M 1 : 1 750
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Schnitt AA, M 1 : 750
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Fassadenschnitt, M 1 : 75
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Detail Vorbau, M 1 : 75
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Fassadendetail, o.M.
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Francois Gillard
1962 Geboren am 23. Januar in Zürich/CH
1987 Architekturdiplom dplg an der UP4,
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Das „Lycée Kyoto“ in Poitiers erhielt seinen Namen vom Kyoto-Protokoll, der Vereinbarung welche bis zum Jahr 2012 Treibhausgase um durchschnittlich 5,2 %, in Bezug auf das 1990, reduzieren will. Ein Fachgymnasium für Gastronomie in Poitiers und eines für Landwirtschaft haben sich hier unter dem Motto „de la terre à l‘assiette (Von der Erde auf den Teller)“ zusammengeschlossen. Fünfhundert Auszubildende lernen, leben und arbeiten hier seit September 2009, am Übergang zwischen Stadt und Land, in einer vom Ackerbau und neuen Wohnsiedlungen geprägten, sanft hügeligen Landschaft.
Das Schulgebäude lädt mit einem großzügig überdachten Vorplatz, der in das lichtdurchflutete Atrium übergeht, zum Eintreten und Verweilen ein. Dies und die signalhaft dimensionierte Schaufensteröffnung des auskragenden Baukörpers zeigen sofort an, dass hier das Herz des Ensembles schlägt. Es besteht aus der Schule, drei langgestreckten, parallelen Baukörpern für praktisches Arbeiten mit Übungsrestaurant und Kantine, sowie aus – gegenüber jenseits des blumenübersäten Geländes – einem Internat und Dienstwohnungen.
Ortsnahes Material
Natürliches Klima
Statt einer Klimaanlage sorgen Belüftungsklappen in Fassaden und Decken, die von Hand zu bedienen sind, für sommerliche Kühlung. Alle Bereiche, von Schule bis zur Dienstwohnung, sind den gleichen Regeln unterworfen. Dies setzt allerdings die Mitarbeit und Beteiligung der Nutzer voraus. Auch deshalb wurden bereits bei der Konzeption der Anlage Lehrer und Schüler in den Planungsprozess miteinbezogen. So haben die Internatsschüler anhand eines Kartonmodells mit den Architekten auch die Möblierung ihrer Zimmer mitbestimmt.
Heizen mit Abwärme
Der durch Isolierung und Wärmepuffer reduzierte, noch bestehende Wärmebedarf wird von der Abwärme einer Müllverbrennungsanlage in der Nähe abgedeckt. Bisher versorgte sie im Winter die angeschlossenen Siedlungen, aber im Sommer ging die Energie einfach verloren. Diese wird nun in einem Zwischenlager gespeichert. Es handelt sich um einen Stahltank mit einem Volumen von 1000 m³, mit Wasser als Speichermedium, und einer ein Meter starken Isolierung. Die Verbrennungswärme der Abfälle gelangt über einen Anschluss an das Heizsystem der angrenzenden Wohnsiedlung in den Speichertank, erhitzt im Sommer das Wasser auf 90 °Grad und versorgt dann in der kalten Periode alle Schul- und Wohngebäude mit Wärme. Die zunehmende Temperaturabnahme im Tank wird im Laufe des Winters durch rapsölbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgeglichen, die auch das Brauchwasser mit ihrer gleichzeitig erzeugten elektrischen Energie aufzuheizen.
Lichtquelle Tageslicht
Hauptlichtquelle ist das Tageslicht. Das entspricht der Logik den Energiebedarf von vornherein zu minimieren und die einfachste Lösung anzustreben: ob im Atrium, das die innen liegenden Klassenräume belichtet oder in Bibliothek und Übungsrestaurant, wo das Licht durch schräg eingeschnittene Oberlichter einströmt und gelenkt wird. Sensoren, die sowohl die Lichtmenge, als auch die Anzahl der anwesenden Personen erfassen, schalten künstliche Beleuchtung zu.
Wissenschaftliche Begleitung
Das Projekt wird nun drei Jahre lang wissenschaftlich begleitet. Zum einen, sollen anhand des Projektes Vorgaben und Erfahrungswerte gegenüber gestellt und überprüft werden, zum anderen dient die Schule als Referenzobjekt zur Neukonzeption der französischen Normen zur natürlichen Belüftung.
















