AllesWirdGut und Hertl.Architekten

1. Preis für Bruckner Tower Linz, AT

Das Architekturbüro AllesWirdGut gewinnt zusammen mit Hertl.Architekten den Realisierungswettbewerb für ein Hochhausprojekt am ehemaligen Areal der Anton Bruckner Privatuniversität Linz

Im Norden von Linz wird am Areal der ehemaligen Bruckner Universität ein neues Quartier entstehen. Dazu schrieb die Bruckner Immobilien Entwicklungs GmbH einen offenen und einstufigen Wettbewerb aus, der nach einem ganzheitlichen, städtebaulichen Entwurfs- und Lösungsansatz für das Areal suchte und fand: Der Entwurf der beiden österreichischen Architekturbüros AllesWirdGut und Hertl.Architekten, mit dem in der Auslobung vorgegebenem Wohnhochhaus, hat die Jury überzeugt:
 
„Parallel zur Wildbergstraße wird ein schlanker, langgestreckter Baukörper situiert. Die Grundrissgeometrie ergibt je nach Position des Betrachters ein stets wechselndes Erscheinungsbild. Generell besticht das Projekt durch elegante Präsenz und von der „Stadt“ betrachtet durch eine schlanke Silhouette.
 
Aufgrund der geknickten Straßenfassade entsteht ein gut proportionierter Vorplatz, von dem ausgehend das Wohnhochhaus erschlossen wird. Der transparente 2-geschossige Sockel wird in den rückwärtigen Freiraum ausgreifend erweitert und beinhaltet im wesentlichen Schule und Kindergarten. Ein eingeschriebener und zum Park hin geöffneter Hof schafft ausgezeichnete Verhältnisse (Bezug zum Grün, Belichtung, Atmosphäre, Orientierung, etc.) für die Bildungseinrichtungen. Deren Erschließung vom Park über den Hof überzeugt.
 
Die einzelnen Wohngeschosse sind im Grundriss gut entwickelt, trotz kompakter Organisation sind die Ankunftszonen in den Geschossen angenehm offen.
 
Entscheidend für die Qualität des Projektes ist auch dessen Materialisierung. Die nach oben hin schlanker werdenden Plattformen werden in Sichtbeton ausgeführt, dessen wolkige Textur einen belebenden Kontrast zur Stringenz der Stapelung darstellt und der sehr kräftigen horizontalen Dynamik subtile Feinheit entgegensetzt.
 
Trotz scheinbarer Zurückhaltung und Stringenz gelingt es den Verfassern auf die herausfordernde stadträumliche Situation eine vielschichtige und überzeugende Antwort zu finden.“